11 Fragen bei der Wahl der Wärmepumpe

1. Soll ich tatsächlich eine Wärmepumpe kaufen oder habe ich andere Möglichkeiten?

Andere Möglichkeiten haben sie bestimmt. Dies sind ein Gaskessel (falls ein Gasanschluss existiert), ein elektrischer Kessel, ein Kamin, ein Kessel für Holz oder Kohle, Getreide usw. Eine weitere Möglichkeit ist ein Solarsystem. Jede der angeführten Möglichkeiten hat ihre Vor- und Nachteile. Ein Kessel für Holz oder Kohle beziehungsweise ein Kamin kostet bei der Anschaffung weniger, aber man muss stets die Arbeit im Zusammenhang mit der Herrichten und Nachlegen des Holzes bedenken. Auch wenn sie müde aus der Arbeit kommen. Die anderen System sind von der Bedienung her komfortabler. Im Fall einer Wärmepumpe haben sie noch dazu die Möglichkeit einen billigeren Stromsatz fast für den gesamten Tag (22 Stunden) nicht nur zum Heizen, aber auch für die anderen Verbrauchsgeräte zu haben. Wärmepumpen verbrauchen bereits weniger elektrischer Energie als ein Elektrokessel (bis um 2 Drittel) und dadurch schonen sie Ihre Geldbörse. Mit der Verteuerung der Energie an der Zuleitung kommt es zu einer eigentlichen Verteuerung der von der Wärmepumpe erzeugten Wärme um nur 1/3, weil die Wärmepumpe durchschnittlich mit einem Betriebsheizfaktor von 3 arbeitet

2. Eignet sich eine Wärmepumpe für mein Heizsystem?

Wärmepumpen benötigen für ihre optimale Tätigkeit eine Temperatur von bis zu 55 °C im Heizsystem. Sehr gut ist ihre Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Bei Heizkörperheizungen empfehlen Fachleute (Heizungsprojektanten) ein Temperaturgefälle von 50/40 °C. Bei Fußbodenheizungen ist das Temperaturgefälle des Heizwassers oftmals niedriger und beträgt oft auch 30/25 °C. Haben sie ein bestehendes Heizsystem (z. B. Heizkörper und Elektrokessel – Gaskessel) und möchten sie wissen, ob bei einer Installation einer Wärmepumpe zu Hause warmes Wohlbefinden herrschen wird und wie ihre Energiekosten aussehen werden?

Wir empfehlen den Kunden nachfolgenden Test:

  • für den Test stellen sie die Wärmequelle auf 50 max. 55 °C ein
  • stellen sie den Raumthermostat auf eine Tagestemperatur von z. B. 23 °C ein
  • stellen sie den Raumthermostat bei der Nachttemperatur um einen Grad niedriger ein, also auf 22 °C.

Anmerkung: Eine höhere Dämpfung ist bei einer Wärmequelle, die die Wärmeverluste abdeckt und keine bedeutende Leistungsreserve hat erforderlich. Ergebnis ist ein höherer Energieverbrauch beim Heizen bei einem niedrigeren Wärmeempfinden in der Früh.

3. Welchen Wärmepumpentyp soll ich wählen?

Wärmepumpen werden in vielen Typen hergestellt. Das erste Wort gibt das Medium, an aus dem die Wärme entnommen wird, ob aus der Luft, Erde oder dem Wasser. Das zweite Wort gibt das Medium an, in das die Wärme abgeleitet wird. Gegenwärtig unterscheiden wir überwiegend nachfolgende Wärmepumpen:

  • Luft/Wasser
  • Erde/Wasser
  • Wasser/Wasser
  • Luft-Luft, usw.

Die Vorteile und Nachteile der einzelnen Typen finden sie hier.

4. Welche Leistung sollte die Wärmepumpe haben? Wie berechne ich sie?

Wärmepumpen werden nach sog. Wärmeverlusten vorgeschlagen. Die Wärmeverluste (der Wärmeverbrauch) des Objektes ändern sich mit der Außentemperatur. Die Projektanten von Heizsystemen berechnen die tabellarischen Wärmeverluste je nach Gebieten (zum Beispiel hat Brünn einen Berechnungsbereich von -12 °C, aber Žďár -15 °C). Dasselbe Familienhaus kann in einem anderen Gebiet andere Wärmeverluste haben, d. h., es benötigt eine Wärmepumpe mit einer anderen Leistung. Die berechneten Wärmeverluste, also der voraussichtliche Energieverbrauch, hängt jedoch auch von den Anforderungen des Investors an die Innentemperatur des Objektes ab. Man muss sich dessen bewusst sein, dass jedes Grad mehr 6% mehr Leistung der Quelle erfordert. Wir empfehlen den Projektanten mit den von ihnen geforderten Temperaturen in den einzelnen Räumen bekannt zu machen, denn die tabellarisch festgesetzten Berechnungstemperaturen in Wohnräumen betragen nur 20 °C.

Bei der Leistung der Wärmepumpe muss berücksichtigt werden, ob diese auch das Nutzwasser vorheizen, wird beziehungsweise einen Pool im Freien oder in der Halle beheizen wird. Die Wärmepumpen sollten von einer erfahrenen Person dimensioniert werden (zum Beispiel von einem Heizungsplaner).

Grundüberlegung:

  • Heizkörpersystem – für ein Wärmegefälle von 55/40 °C
    Wärmeverlust des Hauses zur Gewährung behaglicher Wärme 22 °C beträgt z. B. 14 kW bei -12 °C Außentemperatur.
    man muss wissen, dass bei +5 °C Außentemperatur der WV bereits einen Wert von 40 bis 45 % des berechneten Maximalwertes bei -12 °C (also 6,3 kW) ausmacht, bei 0 °C = WV 55 %, -5 °C = WV 80 % und bei -12 °C liegt der WV bei 100 % also 14 kW.
    die empfohlene Heizleistung der Wärmepumpe für einen WV 14 kW bei -12 °C für ein Heizkörpersystem wäre also: (14 kW * 0,80 = 11,0 kW bei A-5/W50).
  • Fußbodenheizsystem – für ein Wärmegefälle von 35/30 °C
    Wärmeverlust des Hauses zur Gewährung behaglicher Wärme 22 °C beträgt z. B. 14 kW bei -12 °C Außentemperatur.
    man muss wissen, dass bei +5 °C Außentemperatur der WV bereits einen Wert von 40 bis 45 %
    des berechneten Maximalwertes bei -12 °C (also 6,3 kW), bei 0 °C = WV 55 %, -5 °C = WV 80 % und bei -12 °C liegt der WV bei 100 % also 14 kW.
    die empfohlene Heizleistung der Wärmepumpe für einen WV 14 kW bei -12 °C für ein Fußbodenheizsystem wäre also: (14 kW * 0,80 = 11,2 kW bei A-5/W35).

Eine so vorgeschlagene Leistung der Wärmepumpe ist für die Beheizung von der betriebswirtschaftlichen Seite die Geeignetste. Dies hat jedoch einen Haken, nämlich den, dass eine Pumpe mit einer gesteuerten Leistung benötigt wird, d. h., dass diese mit einem Frequenzwandler zur Steuerung der Heizleistung in einem Umfang von 40 bis 120% ausgestattet sein muss. Falls die Wärmepumpe mit keinem Leistungsregulator ausgestattet ist, muss bei der Leistung der Pumpe bedächtiger vorgegangen werden. Nicht immer gilt, je höher die Leistung der Wärmepumpe, um so höher die Einsparungen.

5. Muss immer eine Hilfsquelle (bivalent) gemeinsam mit der Wärmequelle installiert werden? Kann auch ein Gaskessel diese Hilfsquelle sein?

Es muss nicht immer eine bivalente (Hilfsquelle) Quelle installiert werden. Bereits bei einer Außentemperatur von +15 °C beginnt das Haus Wärme zu brauchen. Die Wärmeverbrauchskurve eines Hauses ist nicht linear. Beträgt zum Beispiel der berechnete Wärmeverbrauch eines Hauses 15 kW (bei -12 °C), so muss dem Haus bereits bei 0 °C 60 % (d.i. 9 kW) der ursprünglich berechneten Energie bei -12 °C zugeführt werden. Das gleiche Familienhaus verbraucht dann bei einer Außentemperatur von -5 °C bereits 80 % der berechneten Wärmeverluste. Aus den Angaben über die durchschnittlichen Temperaturen im Winter ist ersichtlich, dass die 100%-Leistung einer Wärmepumpe nicht allzu häufig genutzt wird. Die meisten Wärmepumpen haben noch dazu keine gesteuerte Leistung (Frequenzwandler) und deswegen kommt es zum häufigen Aus- und Einschalten der elektrischen Teile. Gerade das häufige Aus- und Einschalten verkürzt die Lebensdauer der gesamten Einrichtung. Wärmepumpen mit höheren Leistungen sind noch dazu teuerer und nicht immer eine optimale Lösung. Wir empfehlen ihnen das Preis/Leistungsverhältnis abzuwägen.

Als bivalente Wärmequelle für MACH Wärmepumpen kann jedwede schaltbare Quelle dienen, d.i. Gaskessel am häufigsten Elektrokessel – unterteilt in mehrere Leistungsstufen.

6. Nutzwasserspeicher? Welches Volumen soll erhaben?

In diesem Bereich ist es sehr schwer, einen Rat zu geben. Dies hängt von den gegebenen Anforderungen der Hausbewohner ab. Jemandem genügen 15 l Warmwasser zum Duschen und jemandem genügt nicht einmal ein 200 l Speicher. Aus der Praxis können wir raten, dass ein 200 l Speicherbehälter bei wirtschaftlichem Verfahren mit dem Wasser für eine vierköpfige Familie ausreicht. Falls sie jedoch höhere Anforderungen haben, empfehlen wir die Verwendung eines 300 l Speicherbehälters. Ein größeres Behältervolumen ermöglicht die Erwärmung des Nutzwassers anstatt auf 55 °C zum Beispiel auf 48 °C. Dadurch, dass sie einen Speicherbehälter mit einem Volumen von 300 l anstatt von 200 l verwenden, erreichen sie geringere Kosten für die eigentliche Erwärmung des Nutzwassers. Weiters machen sie durch diese Lösung den Weg zur maximalen Nutzung z. B. eines zukünftigen Solarsystems frei.

7. Soll ich vergleichbare Preisangebote für Wärmepumpen vergleichen?

Firmen machen oft irreführende Werbung, dies vor allem durch die Angabe von unwahren Heizfaktoren, gegebenenfalls durch die Angabe von Heizfaktoren, bei denen die Wärmepumpe im Objekt überhaupt nicht arbeiten kann. Zum Beispiel bietet Ihnen die Firma A eine Leistung von 15 kW zum Preis von 280 tausend Kronen an, die Firma B bietet Ihnen für dasselbe Familienhaus eine Leistung von 10 kW zum Preis von 300 tausend Kronen an. Alles spricht für die Firma A. Wenn wir die Parameter beider Wärmepumpen jedoch näher betrachten, dann hat die Firma A 15 kW bei den Parametern A7/W35 (d.i. bei angesaugter Außenluft mit 7 °C und einem Wasser im Heizsystem von 35 °C), wobei die Firma B 10 kW bei A-7/W50 hat.

Die Firma B bietet eine leistungsstärkere Wärmepumpe als die Firma A an, deshalb ist der höherer Preis berechtigt.

Für die Kunden ist der Betriebsheizfaktor, also der Heizfaktor viel wichtiger, mit dem die Wärmepumpe im Durchschnitt während der gesamten Heizperiode (gegebenenfalls das ganze Jahr) arbeiten wird. Der Betriebsheizfaktor wird bei soliden Verkäufern zur Berechnung der Rückvergütung der Investition herangezogen. Bei Wärmepumpen des Typs Erde-Wasser und Wasser-Wasser wird diesem auch der Verbrauch der Umlaufpumpen auf der primären Seite (auf der Seite des Flächen/Tiefenkollektors, gegebenenfalls eine Tauchpumpe im Brunnen) hinzugerechnet. Der Betriebsheizfaktor ist für seine entsprechenden Leistungen und unsere klimatischen Bedingungen für Wärmepumpen des Typs Luft-Wasser besser als für die anderen Typen.

Und hier sind unsere Empfehlungen:

a) Eruieren sie mit großer Aufmerksamkeit die Parameter der Wärmepumpen für ihr Heizsystem. Es macht nicht viel Sinn, wenn eine Wärmepumpe eine Leistung von 15 kW bei einer Temperatur von 35 °C des Heizwassers hat, wenn wir mithilfe von Heizkörpern bei einer Heizwassertemperatur von 50 °C bis 55 °C heizen werden. Die Leistung der Wärmepumpe ist in diesem Fall geringer

b) Für die Betriebswirtschaftlichkeit ist es notwendig, den Betriebsheizfaktor zu kennen. Der Heizfaktor wird gemäß der Norm nur auf den Kühlkreislauf bezogen. In der Praxis kann dies so ausfallen, dass eine Wärmepumpe mit einem Heizfaktor von 4,5 einen Betriebsheizfaktor von 2,2 hat. Dieser niedrige Betriebsheizfaktor kann dadurch verursacht werden, dass:

  • die Wärmepumpe eine geringe Leistung hat
  • die bivalente Zusatzheizung schon sehr früh arbeitet (bereits bei +5 °C)
  • sie das Heizwasser auf eine höhere Temperatur als vorausgesetzt erwärmen müssen

8. Wo sollte der äußere Verdampfer angebracht werden? Gibt es Einschränkungen?

Der Verdampfer von Luftwärmepumpen sollte an Wände angebracht werden, auf keinen Fall im Freien, wo es zu deren übermäßigem Anblasen mit Außenluft oder zu Schneeverwehungen kommen kann. In Anbetracht zur großen Wassermenge, die beim Abtauen der Lamellen (des Kondensats) anfällt, empfehlen wir nicht die Verdampfer auf Balkonen, Dächern und in der Nähe von Wegen und Gehsteigen zu montieren. Empfehlenswerter ist es die Verdampfer an Südseiten und in der Nähe der Innenteile der Wärmepumpe unterzubringen.

Weiter ist es wichtig auf die Einhaltung des Lärmpegels gegenüber den Nachbargrundstücken – Häusern zu achten.

Deswegen versuchen sie einen geeigneten Platz zu finden und verlangen sie vom Verkäufer ein Protokoll über den Lärmpegel (Lärmprotokoll des äußeren Verdampfers). Im Fall von inneren Wärmepumpen (zum Beispiel MACH IN), müssen sie sich mit dem Lärmpegel überhaupt nicht befassen.

9. Welche Wärmebehaglichkeit wünsche ich mir für mein Haus?

Ihnen, den Investoren ist klar, dass die Temperatur in den Wohnräumen bei 22 bis 23 °C liegen sollte. Nur der Haken liegt darin, dass die Berechnung der Wärmeverluste normalerweise gemäß einer Norm berechnet wird. Die Norm geht von einer Wärmebehaglichkeit in Wohnräumen von 20 °C aus. Falls wir ein Grad an Wärmebehaglichkeit über den Rahmen hinaus möchten, dann bedeutet dies +6% mehr an Energie. In der Praxis bedeutet das, dass ein Haus mit einem berechneten Wärmeverlust gemäß der Norm einen Wärmeverlust von z. B. 10 kW hat und in Wirklichkeit kann dieser auch 12 kW betragen. Es genügt nur das Haus auf eine Wärmebehaglichkeit von 23 °C anstatt der 20 °C zu heizen, wie dies gemäß der Norm berechnet wird.

Wir empfehlen vor dem eigentlichen Beginn der Berechnung der Wärmeverluste mit dem Planer die Wärmebehaglichkeit zu vereinbaren und in den einzelnen Räumen zu definieren.

10. Mit welcher Wärmepumpe spare ich die meisten Betriebskosten?

Wenn wir den Wärmepumpentyp außer Acht lassen, dann wird dies ganz klar eine Wärmepumpe mit gesteuerter Leistung sein. Was dies in der Praxis bedeutet? Die Wärmepumpe ist mit einem Frequenzwandler ausgestattet, der die Umdrehungen des Kühlkompressors und dadurch die eigentliche Heizleistung der Wärmepumpe regelt. Dieser Wärmepumpentyp ist in der Lage genau gemäß dem geforderten Verbrauch des Wärmeverlustes zu arbeiten.

Ein Beispiel für so eine Wärmepumpe ist zum Beispiel MACH IN oder Chameleon.

11. Wie kann die Heizung im Haus unter Einhaltung der Wärmebehaglichkeit bei minimalen Heizkosten reguliert werden?

Die Heizung eines Hauses kann mit dem Betrieb eines Autos auf der Autobahn (wenn sich kein Stau auf ihr befindet) verglichen werden. Je gleichmäßiger die Fahrt ist, umso mehr schonen sie das Auto und umso geringer sind die Kosten für Diesel oder Benzin. Falls sie eine Wärmepumpe zum Beheizen des Hauses verwenden wird und der Thermostat so eingestellt ist, dass die Temperatur in den Nachtstunden um 5 °C niedriger ist oder die Wärmequelle über Nacht zur Gänze ausgeschaltet ist, dann stehen sie in der Früh in einem kalten Haus auf und die Wärmebehaglichkeit wird erst in den Mittagsstunden gewährt sein. Die Wärmepumpe läuft ununterbrochen und sie erreichen einen Anstieg der Betriebskosten um bis zu 30%. Diese Behauptung muss jedoch nicht fpr Niedrigenergiehäuser gelten (WV 3 bis 5 kW).

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HEAT PUMPS MACH
DER EUROPÄISCHE FONDS FÜR REGIONALE ENTWICKLUNG UND DAS MINISTERIUM FÜR INDUSTRIE
UND HANDEL DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK FÖRDERN INVESTITIONEN IN IHRE ZUKUNFT